Solidarisch und solide

Bauen kostet viel Geld.
Deshalb beteiligen sich alle Mitfrauen der Genossenschaft auch finanziell, und sei es nur mit dem Pflichtanteil von 1.100.- Euro, den jede bei Eintritt bezahlt. Auf diesen Anteil wird keine Dividende ausgeschüttet. Jede Frau kann weitere freiwillige Anteile erwerben. Für diese Anteile findet bei einem Bilanzgewinn eine Dividendenausschüttung statt. Die Geschäftsanteile bilden zusammen mit dem Eigenkapitalbeitrag der Erstbezieherinnen (s.u.) das Eigenkapital der Genossenschaft. Je höher dieses ist, umso weniger Fremdkapital, also Bankdarlehen zu marktüblichen Konditionen, muss für unsere Bauvorhaben aufgenommen werden.

Frauen, die eine Wohnung beziehen möchten, entrichten zusätzlich einen Eigenkapitalbeitrag, der sich nach der Wohnungsgröße und nach ihrem Einkommen richtet. Er liegt für eine freifinanzierte Wohnung zwischen 870.- und 1.650.- €/qm Wohnfläche, für die geförderten zwischen 400.-und 1.350.- €/qm Wohnfläche. Ähnlich einer Kaution wird der Betrag zurückerstattet, wenn die Frau auszieht. Bei ihrem Tod geht das Geld an die Erben. Auf den wohnungsbezogenen Eigenkapitalbeitrag wird keine Dividende ausgeschüttet.

Am Beispiel einer Musterwohnung im Projekt Domagkstraße mit 45 qm wird aufgezeigt, wie hoch der Eigenkapitalbeitrag für die Bewohnerin ist:

Pro qm Wohnfläche: ergibt:
Freifinanziert 1.650,- Euro 74.250,- Euro
Gefördert 350,- bis 1.300,- Euro 15.700,- bis 58.500,- Euro.

Beim Bau einer Wohnanlage beträgt der Eigenkapitalbeitrag der Bewohnerinnen etwa ein Viertel der gesamten Grundstücks- und Baukosten. Auf dieser Grundlage kann die Genossenschaft Kredite von den Banken aufnehmen. Die Tilgung und Verzinsung dieser Fremdmittel erfolgt durch die Kostenmiete?
(Nutzungsgebühr)